Familienverband
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FAMILIENTAG 1996 in Amsterdam

Wappen 3d

Nun liegt der Familientag 1996 in Holland schon wieder zwei Wochen hinter uns.

Als letzte Amtshandlung als ausgeschiedener Vorsitzender möchte ich Euch kurz über den Ablauf dieses besonderen Ereignisses berichten.

Die meisten Teilnehmer waren bereits am Freitagmittag in Amsterdam eingetroffen und haben am Nachmittag die Diamantenschleiferei und das van Gogh-Museum besichtigt, in dem zum gleichen Zeitpunkt eine vorübergehende Ausstellung von Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge stattfand. Von van Gogh konnten wir viele bekannte Bilder im Original bewundern, während man bei manchen anderen gar nicht so ohne weiteres feststellen konnte, daß es sich um einen van Gogh handelte.

Am Abend waren wir bereits schon Gäste von Jacqueline und Bodo, die das ursprünglich auf der Terrasse des Hilton geplante "Come together" wegen des unfreundlichen Wetters kurzfristig in einen auch sehr gemütlichen Saal verlagern mußten. Das tat der Wiedersehensfreude bei Bier, Wein und einem hervorragenden kalten Buffet keinen Abbruch. Hierbei konnten wir von Bodo lernen, wie man auf "holländisch" einen Matjeshering verspeist. Die jüngste Teilnehmerin war gerade 1 Monat alt, das älteste Familienmitglied 82 Jahre. Untermalt durch Akkordeonmusik und durch Ansprachen unseres Ehrenvorsitzenden Jürgen Brockhausen und von Hildegard Epe, die sich auf launige Weise Gedanken über die Unterschiede zwischen früher und heute machte, verging die Zeit wie im Fluge, so daß manche sich erst nach Mitternacht in die Hotelbetten zurückzogen.

Leider wurde der Familientag überschattet durch die Erkrankung der jüngsten Teilnehmerin Louise Mutius und die dadurch bedingte vorzeitige Abreise von Catherine und Ludwig. Nach tel. Auskunft hat Louise die erforderliche Operation gut überstanden.

Am Samstagmorgen ging es nach dem Frühstück mit dem Bus zum "Rijks-Museum" mit der berühmten "Nachtwache" von Rembrandt. Die ausgezeichnete Führung warf Schlaglichter auf einige Kostproben niederländischer Malerei.

Danach fand nach einer kurzen Besichtigung des "Begijnenhofs" eine Führung durch das königliche Palais, das frühere Amsterdamer Rathaus, statt, das den unglaublichen Reichtum der Stadt Amsterdam im 16. und 17. Jh. widerspiegelte. Das mittägliche Lunch nahmen wir dann im Krasnopolski-Hotel ein, wo wir mit den erlesensten Genüssen verwöhnt wurden. Der Nachmittag stand dann zur freien Verfü-gung, wobei der Vorstand diesen Freiraum zu einer Vorstandssitzung nutzen mußte. Die Hauptattraktion des Familientages war der Festabend.

In festlicher Kleidung ging es wieder mit dem Bus zur Keizergracht 319, dem großväterlichen Haus der Geschwister Douqué, das Bodo vor kurzem wieder zurückgekauft und mit erheblichem Aufwand in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt hat. Da die Renovierung des Hauses noch nicht abge-schlossen war, hatte es Bodo für diesen Abend von einem Antiquitätenhändler mit Möbeln usw. ausstatten lassen. Man darf wohl ohne Übertreibung sagen, daß wir uns dabei wie im Märchen vorgekommen sind.

Von dort fuhren wir mit einem Boot durch die herrlichen Grachten zum Amstelhotel, wo das Festbankett stattfand. Nach dem obligatorischen Familientagsphoto ging es im prächtigen Spiegelsaal zu Tisch. Die Tischrede des Vorsitzenden während des vorzüglichen Menüs umfaßte im wesentlichen den Dank des Familienverbandes an die Veranstalter, die Cousinen Douqué und Vetter Bodo, für dieses Erlebnis, das für die, die dabei sein konnten, unvergeßlich bleiben wird und die des Ehrenvorsitzenden war zugleich auch die Damenrede. Die Kapelle spielte zum Tanz

auf und kaum einer blieb dabei am Tische sitzen. Erst spät in der Nacht fuhren wir wieder mit dem Bus zum Hilton-Hotel zurück.

Am Sonntagmorgen traf man sich bereits um 9.30 Uhr zur Familienverbandssitzung im Hilton. Nachdem der Vorsitzende nach der Begrüßung die Beschlußfähigkeit festgestellt hatte und keine Beanstandungen des Protokolls der letzten Verbandssitzung bestand, wurden die Berichte des Vorstands abgegeben. Im wesentlichen ging es dabei um die Neufassung unserer Verbandssatzung, bei der die schriftliche Abstimmung eine Mehrheit des Vorschlages I ergeben hatte. Sie gilt damit als angenommen, wobei noch einige zusätzliche Änderungen abgestimmt wurden. Sie wird im nächsten Nachrichtenblatt veröffentlicht werden. Die Kasse ist geordnet und verfügt auch über etwas Reserven, wobei auch Außenstände, insbesondere von Jugendlichen, die bereits ein eigenes Einkommen haben und damit beitragspflichtig wären, zu verzeichnen sind. Die Neuauflage des "Gotha" für unsere Familie steht kurz vor der Drucklegung.

Nach der Entlastung des Vorstands und dem Dank für die geleistete Arbeit wurde ein neuer Vorstand gewählt, der sich wie folgt zusammensetzt:

1. Vorsitzende: Marion von Brockhausen

2. Vorsitzender: Volkmar von Bruchhausen

3. Schatzmeisterin: Brigitte von Brockhausen

4. Schriftführer: Hans Hubertus von Brockhusen

Damit hat unser Verband erstmalig einen weiblichen Vorsitzenden. Wir wünschen ihr und dem ge-samten Vorstand Erfolg für ihre Arbeit!

Als Tagungsort für 1998 wird St. Martin in der Pfalz bestätigt. Für das Jahr 2000 ist ein Ort in den neuen Bundesländern vorgesehen.

Nach dem Dank des scheidenden Vorsitzenden für die Teilnahme und den besten Wünschen für ein gesundes Wiedersehen beim nächsten Familientag wurde dieser einmalige Familientag beendet.

Henning v. Bruchhausen