Familienverband
seit 1884
v. Brockhusen  -  v. Brockhausen  -  v. Bruchhausen

FAMILIENTAG 1975 in Lüneburg

Wappen 3d

Voranzustellen bleibt unser aller Dank an unseren Vetter Berndt Kriebitzsch für eine bravouröse Bestleistung an Organisation und persönlicher Hilfsbereitschaft. Berndt sah sich alleine in Lüneburg vor die Aufgabe gestellt, die Familientage im Ablauf, dabei die Quartierbeschaffung, die Reservierung der Tagungsräume, Führungen und das gemeinsame Abendessen mit anschließendem Tanz vorbereiten zu müssen. Darüber hinaus hat sich Berndt als der besondere "Freund und Förderer" unserer Jugend erwiesen, die nicht nur zahlreich in seiner Wohnung von ihm auf-genommen worden ist, sondern dort höchst vergnügt die Familientage über den ordentlichen Zapfenstreich hinaus bis beinahe zum Frühstück fortsetzen konnte. Sei hierfür nochmals bedankt für ALLES, lieber Berndt, und sei Deine Rundumleistung künftigen Veranstaltern zur Nachahmung empfohlen!

Zum Begrüßungsabend am Freitag haben sich in dem sehr gepflegten Familientags-Hotel zu vergnüglichem Umtrunk allen Wiedersehens bereits Hans-Joachim, sowie Victoria von Malapert, alle Brockhausen/Adamietz und von unseren Bruchhausen die Cousinen und Vettern Gretel, Ursula, Editha, Edda, Jaqueline, Volkmar, Bodo, Berndt und Andreas, Friederike-Luise Brockhusen leider etwas zu spät ankommend, zusammengefunden. Es gab eine kleine Welt an Erzählen und Vorfreude auf den kommenden Tag, der im Rahmen einer Klein-Begrüßungsansprache durch den Vorsitzenden kommentiert wurde.

Zum Treff am Sonnabend, 9.30 Uhr, waren dann außer Ute und Jürgen Brockhusen, deren Kommen erst zum Nachmittag möglich war, alle Teilnehmer versammelt. Zuvor wurde unter dankenswerter Führung durch die Stiftsdamen Frau von Bothmer und Frau von Jagow das Kloster Lüne begangen. Im Abschluß an die sehr eindrucksreiche Klosterbesichtigung und noch in Klosterklausur wurde vom Vetter Reinhold das obligatorische Familienphoto geschossen. Danach ging es zu beliebigen Besichtigungen der Stadt Lüneburg, wobei das Rathaus wohl den stärksten Eindruck hinterlassen hat. Zum gemeinsamen Mittagessen traf die Familie sodann wieder an den von Berndt fürsorglich reservierten Tischen des Rathauskellers zusammen.

Während die weiteren Stunden bis zum gemeinsamen Familienabend "dienstfrei" waren, hatten sich die engagierten "Familienfunktionäre" um 16 Uhr zur obligatorischen Vorstands- und Beiratssitzung zu versammeln. Nun endlich konnten auch Ute und Jürgen begrüßt werden, sodaß an Sitzungsteilnehmern anwesend waren:

Vorstand Beirat

Jürgen Hans-Joachim

Jürgen

Franz

Henning

Anläßlich der Sitzung sprach der Vorsitzende den anwesenden und abwesenden Vorstands- und Bei-ratsmitgliedern zuvor seinen Dank für alle Mitarbeit im Ablauf der zurückliegenden zweijährigen "Legislaturperiode" aus. Gleichzeitig bat er für den Fall einer Wiederwahl des gesamten Gremiums jedoch beispielserhärtet um eine künftig tätigere Mitarbeit innerhalb aller "Ressorts", läge doch die eigentliche und fast einzige, dankenswerte Resonanz auf Anfragen und Mitteilungen des Vorsitzenden hin bei unserem Ehrenvorsitzenden, Vetter Georg, sowie beim Vetter Hans-Joachim, der sich stets prompt der an ihn gerichtet gewesenen Anfragen und Bitten angenommen habe.

Ein ganz besonderer Dank war an Cousine Irene gerichtet, hat sie sich doch trotz hausfraulicher und beruflicher Verpflichtungen dennoch in Berufsabwesenheit ihres Jobst, unseres Schriftleiters, unserer Nachrichtenblätter angenommen, die ihren Druck nunmehr dankenswerterweise beim Achim Dohany finden.

Der inhaltlichen Erstellung unseres Nachrichtenblattes war ein "Sonderseufzer" des Vorsitzenden gewidmet. Die Familie erwartet gerne 2 Blätter im Jahr. Nach Hennig ließe sich dieses auch kosten-mäßig realisieren. Der Inhalt sollte sich jedoch nicht eben nur in Reiseschilderungen 'notabene' er-schöpfen, sondern eine allgemein-interessierende Genealogie bringen. Auch sonstige Themen, wie zum Beispiel beruflicher Art, sind erwünscht. Dabei sei nie vergessen, daß wir uns einer durchaus familieninteressierten Jugend erfreuen, daß wir nicht zuletzt auch unserer Jugend mit dem Inhalt des Nachrichtenblattes gerecht werden müssen.

Hans-Joachim sagte sofort zu, berufenermaßen aus unserer Genealogie künftigen Familiennachrichten einen Artikel "beizusteuern" aus dem Born seines fundierten Wissens. Herzlichen Dank im voraus! Die ganze Familie sei hierdurch aufgerufen, sich ebenfalls bemühen zu wollen mit einem Artikel an unseren Schriftleiter Jobst. Sei es eigene Familiengenealogie, sei es etwas aus dem eigenen Beruf, Wirtschaft, Politik, Reiseerlebnisse und anderes mehr.

Sehr herzlich wurde alsdann Vetter Henning für seine Kassenführung gedankt und Vetter Berndt zum Kassenprüfer bestimmt. Es war die Bitte an Henning, im Falle seiner Wiederwahl als Schatzmeister, wie erhofft und erwünscht, etwa ?berhand nehmenden Beitragsrückständen durch rechtzeitige, gezielte Mahnungen künftig vorbeugen zu wollen.

Im weiteren wurden die auf der Mitgliederversammlung anstehenden Beschlüsse vorgesprochen, wie später folgt.

Gegen 17.30 Uhr wurde die Sitzung mit dem Dank von Vetter Henning für Vorstand und Beirat an den Vorsitzenden für seine Mitarbeit in den letzten 2 Jahren geschlossen.

Pünktlich gegen 19 Uhr versammelte sich die Familie zum Abendessen. Als Gäste konnten wir freu-digst die Cousinen und Vettern Ina-Maria und Walter von Sievers mit ihren munteren Töchtern Irene und Karin, sowie Irene und Fritz von Oertzen-Waldow begrüßen. Darüber hinaus erfreuten uns Herr und Frau von Schlütter, als altbefreundetes Ehepaar mit Ingrid und Jürgen, diese auch während des Familientages bei sich unterbringend und im übrigen bekannt und befreundet mit weiteren anwesenden Familienmitgliedern.

Die Familie in all ihrer Festlichkeit, durch eine Tischordnung gesprengt, placiert an einer durch Blu-men blaugelb geschmückten Hufeisentafel, es war allein das schon ein reizender, besinnlicher An-blick! In seiner Tischrede begrüßte der Vorsitzende die Gäste, dankte allen Anwesenden für ihr teils sehr weites Herkommen und gedachte der leider fehlenden Cousinen und Vettern, wobei für das In-land die besonderen Wünsche an den Auersberg und auf den Mühlhof gerichtet waren und für alles Ausland mit Übersee an Jürgen Brockhausen nach Luanda. Im weiteren gedachte der Vorsitzende in seiner Ansprache des mit Lüneburg 10. Jubiläums-Familientages nach dem Krieg, zugleich hervorhebend, daß die Verursachung stattfindender Familientage nicht etwa im Vollzug satzungsgeforderter Regularien, sondern ausschließlich im Familienbewußtsein, in aller Wiedersehensfreude und im Empfinden der Zusammengehörigkeit läge. Mit einem wirklich begründet herzlichen Dank an unseren Veranstalter, Berndt, schloß die Ansprache.

Was aber wären wir, besonders an einem Familientag, ohne unsere Cousinen? Schlicht undenkbar! Dieses bestätigte in beherzt-schwungvollen Worten Heinrich im Bewußtsein der ihm als Auszeich-nung zuteil gewordenen Damenrede. Zum Ende des Abendessens erfreute uns Herr von Schlütter unter dem Thema des "Gastvetters" mit einem ebenso herzlich wie launig gesprochenen Wort des Dankes für die Gäste an die Familie für den schon beim Abendessen so vergnüglich begonnenen Familienabend.

Im Anschluß an das Essen wurde unter durchgehend bestem Hotel-Service im Rahmen der ge-pflegten Exklusivität des der Familie reservierten Saales bis in die frühen Morgenstunden getanzt. Es war ein im ganzen Ablauf selten gelungener Familienabend. Die zahlreich anwesende Jugend kommentierte mit freudigem Staunen die regenerierende Hochstimmung des Abends mit der Erklärung über "die Anwesenheit des harten Familienkerns"! Bei Berndt fand der Abend für die Jugend seine Fortsetzung.

Anerkennenswert pünktlich war am Sonntag das Erscheinen zur Mitgliederversammlung, die durch eine kurze Begrüßung des Vorsitzenden eröffnet wurde. Anschließend gedachten die Anwesenden ihrer zwischenzeitlich heimberufenen Cousinen Elfriede und Wera Brockhusen.

Die Bestimmung des Protokollführers ergab Joachim Brockhausen, die Feststellung der anwesenden stimmberechtigten Familienmitglieder für die Brockhusen 4, Brockhausen 5 und Bruchhausen 8 und somit eine absolute Beschlußfähigkeit der Versammlung.

Der sodann anschließende Geschäftsbericht des Vorsitzenden wurde eingeleitet mit dem Jubiläumsgedenken an die Jahre 1884/1885. Im weiteren Gedenken des mit Lüneburg 10. Jubiläums-Nachkriegsfamilientages wurde in Dankbarkeit unserer Nachkriegswiederbegründer, der Cousine Ursula und unseres Ehrenvorsitzenden, Vetter Georg, nicht zuletzt der Vettern Ferdinand, Fritz, Carl und Hans-Heinrich hervorhebend gedacht. Nach dem noch kleinen ersten Nachkriegstreffen 1958/59 sind es zur Zeit immerhin 76 Cousinen und Vettern, die in unserem Verband in Harmonie vereint sind, doch geht es unverändert nicht um die Zahl, sondern ausschließlich um die Herzen, die sich ihrer verbindenden Zusammenhörigkeit unvermindert bewußt bleiben müssen. Ihrer Herzen, so führte der Vorsitzende aus, sei sich die Gesamtfamilie fraglos bewußt, doch unbewußt der Familien-Resonanz, der es für eine familienerfolgreiche Arbeit der "Verbands-Funktionäre" von Vorstand und Beirat bedürfe. Die Familien-Alleinarbeit laste bisher im wesentlichen ausschließlich beim Schatzmeister, dem Schriftleiter und dem Vorsitzenden, wenn nicht primär beim Vorsitzenden, der sich nicht selten allein auf weiter Familienflur sähe mit seinen Verpflichtungen gegenüber der Gesamtfamilie! In vorstehendem Sinne erfuhren somit Familie, Vorstand und Beirat eine beherzte "Vergatterung" für etwas mehr persönliche "Verbandsaktivität" durch ihren Vorsitzenden, dessen persönliche Bemühungen um allen Zusammenhalt gewiß nicht nachlassen werden, jedoch familienweite Unterstützung finden sollten!

Schatzmeister Henning übermittelte einen sehr eingehenden Bericht über Kontenbewegungen und Kassenstand, dabei betonend, daß von seiner Seite aus das Erfordernis einer absoluten Beitragserhö-hung nicht bestände. Voraussetzung dafür sei jedoch ein alsbald restefreier Eingang der in Gesamt-höhe von 1.400 DM aufgelaufen und angemahnten Beitragsrückstände, sowie eine künftig prompte Beitragszuweisung durch die Mitglieder für das laufende Kalenderjahr bis spätestens 31. März. Im weiteren wurde für den Beitragsbereich der in Ausbildung stehenden Mitglieder Beitragsfreiheit vor-geschlagen, zum Ausgleich für berufstätige Alleinstehende statt bisher 15,-, künftig auch 30,- DM / Jahr.

Sodann kam unser Kassenprüfer zum Wort. Berndt hatte sich freundlicherweise für dieses wichtige Amt zur Verfügung gestellt und in tätiger Klausur die Unterlagen eingehend geprüft. Das frohe - je-doch vorauszusetzende - Ergebnis war "ohne Beanstandungen"!

Nach herzlichen Worten des Dankes an Henning für seine Kassenführung und an Berndt für die Kassenprüfung, wurde vom Heinrich pauschal die Entlastung von Vorstand incl. Schatzmeister und des Beirates beantragt. Die Entlastung wurde einstimmig erteilt. Danach erfolgte durch den Vorsitzenden die Auflösung des Vorstandes und Beirates zur Neuwahl.

Zum Wahlleiter wurde Heinrich bestimmt. Die Neuwahl ergab eine vollständige Wiederwahl des alten Vorstandes und Beirates, für den Vorsitzenden mit der einzigen Gegenstimme von Ingrid.

Der "alte, neue" Vorsitzende übermittelte alsdann der Familie den Dank des Vorstandes und Beirates für alles erneut erwiesene Vertrauen, hob jedoch dabei hervor, man sollte sich dennoch für jeden Fa-milientag mit Neuwahlen ernsthafte Gedanken für einen "Funktionärersatz" machen. Nicht zuletzt aus dem wünschenswerten Erfordernis heraus, den Familiennachwuchs bewußt "ins Familiengeschirr" und in alle Verantwortung für die Gesamtfamilie zu ?berprüfen. Andererseits müsse es auch nicht mißverstanden werden, daß es Langgediente zum Verbandsruhestand ziehe, wie dieses beispielsweise für den Vorsitzenden zuträfe, der seit 1959 im Vorstand Dienst tue!

Sodann ergab sich eine lebhafte Diskussion, worüber nunmehr die Beschlüsse berichtet werden sollen, wie folgt:

1). Ab 1.1.1976 gilt die Beitragsregelung -

Verheiratete 30,- DM

Berufstätige/Alleinstehende 30,- DM

Alleinstehende Nichtberufstätige 15,- DM

Entsprechend der erfolgten Anmahnung werden die betreffenden Familienmitglieder herzlich gebeten, ihren Beitragsrückstand alsbald ausgleichen zu wollen. Der Schatzmeister wird gebeten, Mahnungen künftig zeitlich möglichst nicht zurückstellen zu wollen.

2.) Unser Genealogie-Konto, welches insbesondere in den rückliegenden Jahren durch Spenden be-dacht worden ist, sollte "arbeiten"! Dieser Hinweis von Henning traf in die "Kerbe" der übereinstim-menden Anträge der Vettern Franz Bruchhausen und Jürgen Brockhusen, wonach es doch einmal zu einer fundierten Klärung unseres gemeinsamen Wappen kommen müßte, im unverändert schwebenden Sinne von "Wolf wider Wolf", Fuchs schnürend oder springend, 3 Sterne und Balken, sowie Pfauenfedern und ihre Bedeutung, schließlich die Wappenfarben. "Den Anträgen nach möchte die Familie darüber keine Ansichten wissen, sondern, soweit eben möglich, verbrieft-fundiertes.

Nichts lag hier näher, als unseren berufenen "Familiengenealogen", Vetter Hans-Joachim Brockhusen um die Erarbeitung einer "heraldisch-fundierten" Expertise zu bitten. Hans-Joachim sagte dankenswerterweise zu und wurde gebeten, diese Expertise möglichst bis zum nächsten Familientag zu erstellen, diesbezüglich mit Franz in Korrespondenz zu kommen und entstehende Kosten in voraussichtlicher Höhe möglichst im voraus Franz mitzuteilen.

3). Unsere letzte Anschriftenliste vom Dezember 1972 ist inzwischen überholt, sodaß eine neueste Liste ermittelt und ausgefertigt werden soll, wofür die Vorarbeiten bereits laufen. Unser Schriftführer, Vetter Franz, wird sich dieser Aufgabe ebenso dankenswerterweise, wie aber auch zuständigkeitsbedingt, annehmen.

4.) Nach redaktionellen und finanziellen Möglichkeiten sollen jährlich 2 Nachrichtenblätter erschei-nen, wofür besonders von Cousine Ursula plädiert worden ist. Dieses ist auch die Ansicht zahlreicher Familienmitglieder. Auch geht es nicht an, daß ein Familientagsbericht vom Mai frühestenfalls im Dezember zur Auflage kommt. Die Familie bleibt in diesem Sinne aufgerufen, unseren Schriftleiter, Vetter Jobst, mit Artikeln "einzudecken", sei es aus eigener Ausbildung, aus dem Beruf oder Reiseberichte, es interessiert uns doch alle, darüber erfahren zu können. Hans-Joachim sagte erfreulicherweise zu, für diesen Bereicherungszweck auch genealogisch tätig werden zu wollen.

5). Der nächste Familientag 1977, Wochenende nach Himmelfahrt, soll im Raum München stattfin-den. Cousine Marie-Luise und Vetter Henning haben dankenswerterweise ihren Veranstaltereinsatz zugesagt. Die Familie wird jetzt schon gebeten, sich Termin und Raum vorzumerken!

6.) Anstehender Jubiläen soll künftig nur brieflich, nicht geschenklich gedacht werden. Dieser Be-schluß ist so zu verstehen, daß bisher schon in nicht wenigen Fällen die Jubilarin, der Jubilar gar nicht häuslich anwesend waren und ein bestelltes Blumenarrangement verkümmerte, außerhalb von Blumen ein Geschenk ohnehin nicht eben üppig sein kann, andererseits nur schwereinzuordnen ist.

Gegen 12 Uhr wurde die Mitgliederversammlung beendet.

Wir waren dabei

v. Brockhusen

Ute

Friederike-Luise

Victoria von Malapert

Hans-Joachim

Jürgen

v. Brockhausen

Jürgen

Ingrid

Heinrich

Joachim

Maria-Elisabeth

Marietta

Reinhold

v. Bruchhausen

Marianne

Gretel Kriebitzsch

Ursula Douqué

Editha Becker

Bärbel

Marie-Luise

Edda

Jaqueline Douqué

Sybille Kriebitzsch

Friederike

Franz

Henning

Volkmar

Bodo Douqué

Berndt Kriebitzsch

Andreas Dohany

Carla-Maria

Esther-Beatrice