Familienverband
seit 1884
v. Brockhusen  -  v. Brockhausen  -  v. Bruchhausen

FAMILIENTAG 1969 in Öhringen

Wappen 3d

Von Berlin bis Öhringen

Ein an schwersten Ereignissen reicher Bogen spannt sich von der Nr. 1 unseres Nachrichtenblattes im Mai 1935 bis zur jetzigen Nr. 25 im Winter 1969.

Allen Teilnehmern der Familientagung in Öhringen 1969 wurde ein Nachdruck der ersten Ausgabe überreicht, die mit einem Familientag im März 1935 in Schlachtensee beginnt und von welcher noch einige Exemplare bei der Schriftführerin erhältlich sind. Von den Vorstandsmitgliedern der Tagung 1935 hat nur der bisherige Vorsitzende die Tagung in Öhringen erleben dürfen und nun mit dieser Tagung seine Vorstandstätigkeit beschlossen. Vetter August veröffentlichte in Nr. 1 die Familientradition von 1689, aufgezeichnet von Jost-Henning von Brockhusen, Sohn des Georg von Brockhausen, der nach Reelkirchen abwanderte, und in welchem Bericht sich Wahrheit und Vermutungen vermischen.

Der bisherige Vorsitzende nahm auch als junger Mann an den Verhandlungen in den 1920er Jahren teil, als sich die versch. Zweige zusammenfanden.

Heute leben die Brockhusen, Brockhausens, Bruchhausens wieder seit 1958 in einem Familienverband eng zusammengeschlossen und erfreuen sich ihrer Zusammengehörigkeit. Aber es soll noch mehr geschehen, die Frühgeschichte der Familie zu erhellen. Dankbar wurde der Gründung des Nachrichtenblattes 1935 und seines Begründers gedacht; das geschah in Öhringen.

Von der Öhringer Tagung könnte viel erzählt werden; leider hat sich kein Chronist gefunden. Von der großen Wiedersehensfreude, von der behaglichen Aufnahme im alten Städtchen Öhringen und dem Württembergischen Hofposthotel, von der mächtigen Wasserburg Neuenstein der Hohenlohe, von der geschichtsträchtigen Stadtkirche in Öhringen, von deren Zusammenhängen mit den mittelalterlichen Kaisern den aufmerksamen Lauschern der ehemalige Pfarrer so anschaulich erzählte, haftet noch ein einprägsames Bild: am Marktplatz, auf ein paar schmalen Bänkchen und Stühlen, hocken wie die Spatzen auf der Stange vor und nach dem Besuch, der alten Kirche in der Sonne, die auch die alten Häuser anstrahlte, die Cousinen und Vettern, freuen sich des Zusammenseins und trinken Hohenloher Wein. Leider hat sich bisher keiner der mehreren Photographen gefunden, von denen wir ein Bild zeigen könnten.

Wir begrüßen den erneuerten Vorstand des Verbandes, insbesondere den neuen Vorsitzenden, der in die Fußstapfen seines Onkels Heinrich von Brockhausen treten mag, wünschen ihm viel Erfolg in der weiteren, engen Verbindung der Anverwandten und hoffen, daß auch das Nachrichtenblatt nach seinem 25jährigen Jubiläum allen rechte Freude und Bindung bringen möge.

Auf zahlreiches Wiedersehen in Bentheim 1971!

 

Protokollbericht aus Öhringen  17./18. Mai 1969

Berichte von der Vorstands-, Beirats- und Haupt-Sitzung des Familientages in ?hringen am 17./18. Mai 1969

Vorstands-Beirats-Sitzung am 17.5.69 von 17.30 bis 19.00 Uhr

Anwesend: Georg von Bruchhausen, Vorsitzender, Hans-Heinrich von Brockhusen, 2. Vorsitzender, Ursula Douqué- von Bruchhausen, Schriftführerin, Franz von Bruchhausen, 2. Schriftführer, Jürgen von Brockhausen, Schatzmeister.

Beiräte: Jobst von Bruchhausen, Kassenprüfer, Marie-Luise von Brockhusen, Henning von Bruchhausen, Clemens von Bruchhausen. Dazu als entschuldigt: Hans-Joachim von Brockhusen, Genealoge, und Jürgen-Adrian von Brockhusen. Beratungspunkte waren: die Tagesordnung der Hauptsitzung und anderes. Angenommen wurde als Vorschlag des Vorsitzenden, inskünftig, die Hauptsitzung des jeweiligen Wochenendes vom Sonntag auf den Sonnabend vorzuverlegen, um an den Sonntagvormittagen freiere Hand für Beisammensein und einen Vortrag vor dem Mittagessen zu haben.

Die Vorschläge für die Vorstands- wie Beiratswahl wurden mit allgemeiner Zustimmung erörtert, nachdem der bisherige Vorsitzende gebeten hatte, von seiner Wiederwahl abzusehen.

Es soll bei der zweijährigen Amtsperiode, wie bisher schon, für die Gewählten bleiben. Die Amtsperiode endet jeweils mit dem Abschluß der Familientagung. Auch dies soll nach Zustimmung aller Mitglieder in die Satzung aufgenommen werden, wie die Feststellung, daß nur Namensträger Vorstandsmitglieder sein sollen. Der Hauptversammlung soll ebenfalls zur Satzungsaufnahme vorgeschlagen werden, daß außerordentliche Mitglieder nur mit Zustimmung von Vorstand und Beirat aufgenommen werden können; Anträge an den Schriftführer. Neu-druck der Satzung, wie in der Tagesordnung vorgeschlagen, wird auch die Anerkennung des Beirats umfassen, worauf der Vorsitzende hinweist. Ausarbeitung durch die Schriftführerin. Besprechung Über das Geschenk der Cousine Agnes Müller-Brockhusen und vorgeschlagenen Tagungsort 1971 Bentheim mit Referat von Vetter Jürgen, wieder Wochenende nach Himmelfahrt.

Es folgten noch Interna für Schriftführer und Schatzmeister.

Hauptsitzung am 18. Mai 69 von 10.20 bis 11.20 Uhr im Hotel Württembergische Hof-Post in Öhringen.

Anwesenheitsliste: 37 Teilnehmer (insgesamt mit Einschluß der 4 Kinder) unter Einbeziehung der Gäste - der Vettern und Cousinen von Hans-Heinrich und Hans-Joachim von Brockhusen - Hasso Graf Flemming und Margarethe Bath und Lotte und Willi Pankoke.

Leider nicht anwesend bzw. entschuldigt: Jürgen-Adrian von Brockhusen mit Frau und Harald und Gretel Kriebitzsch sowie Elfriede und Ingrid von Brockhusen, Bonn.

Der Vorsitzende, Vetter Georg, eröffnet die Sitzung und begrüßt die Erschienenen, insbesondere auch die Gäste. Er hofft, daß auch weiterhin das Interesse an der Gesamtfamilie unverändert so stark erhalten bleiben möge und schließt mit einem Appell an die noch Außenstehenden.

Auf die Verlesung des Protokolls des letzten Verbandstages wird verzichtet. Die Einladung zur heutigen Sitzung sei form- und fristgerecht erfolgt. Besondere Anträge seien nicht eingegangen. Mit Zustimmung wird Vetter Jobst zum Protokollführer bestimmt.

In seinen Eingangsworten dankt der Vorsitzende allen Mithelfern, insbesondere der unermüdlichen Schriftführerin und Archivarin, Cousine Ursula, und dem Schatzmeister, Vetter Jürgen, für seine erfolgreiche Tätigkeit.

Dann trat man in die Tagesordnung ein, nicht ohne zuvor die zur Abstimmung berechtigten Anwesenden, lt. Satzung, festgestellt zu haben.

Vor ihrem Bericht forderte die Schriftführerin zum Gedenken an die seit der letzten Tagung Verstorbenen auf: Emilie von Bruchhausen, verstorben 23.9.67 in Bielefeld, und Agnes Müller-Brockhusen, 4.9.68, in Wiesbaden.

Weitere Familiennachrichten waren die Geburten vierer Kinder bei Elke Franke, Almuth Buschborn, Adelheid Guntermann und Jürgen von Brockhusen; sie gab die Verlobung ihres Sohnes Bodo mit Jacqueline Hugen bekannt, beide Anwesenden wurden mit Beifall bedacht.

Alsdann folgte der Kassenbericht von Vetter Jürgen: der Abschluß sei positiv. Der beitragszahlende Mitgliederbestand betrage z.Zt. 53, mit einem Jahresaufkommen von ca. 530 DM. Dankbar erwähnte er die eingegangenen Spenden und die Leistungen für den Genealogiefonds. Im übrigen wies er auf seinen allen Mitgliedern zugegangenen ausführlichen Bericht hin, der von allen mit großer Befriedigung und dankbar entgegengenommen worden war.

Vetter Jobst hatte als Kassenprüfer die gesamten Unterlagen geprüft und konnte Entlastung empfehlen. Die Versammlung nahm zur Kenntnis, daß immer noch Beitragsrückstände aus 1968 bestehen. Es wurde dringend ersucht, dem Schatzmeister die Arbeit nicht durch Säumigkeit zu erschweren.

Vetter Clemens von Bruchhausen beantragte Entlastung von Vorstand und insbesondere Schatzmeister, die mit allgemeinem Dank erteilt wurde.

Wahlen von Vorstand und Beirat

Vetter Georg hatte schon eingangs darauf hingewiesen, daß es nach so langen Jahren das letzte Mal sei, daß er einer Tagung präsidiere und aus dem Vorstand auszuscheiden gedenke. Ein besonderer Wahlleiter für die Wahlen wurde somit nicht bestellt. Vetter Georg machte in Übereinstimmung mit dem Beirat folgenden Wahlvorschlag: 1. Vorsitzender: Jürgen von Brockhausen; 2. Vorsitzender unverändert Hans Heinrich von Brockhusen; Schriftführer: 1. Ursula Douqué-von Bruchhausen und 2. Franz von Bruchhausen; Schatzmeister: Henning von Bruchhausen. Als Kassenprüfer solle Jobst von Bruchhausen wiedergewählt werden. Der bisherige Vorsitzende schlug vor, den Beirat in seiner bisherigen Zusammensetzung (siehe Bericht über die Beiratssitzung) wiederzuwählen.

Die Vorschläge fanden einhellige Zustimmung, und die Gewählten nahmen bis auf das nicht anwesende Beiratsmitglied Jürgen Adrian von Brockhusen die Wahl an; letzterer muß noch seine Zustimmung an die Schriftführung geben.

Namens der Gewählten dankte Vetter Jürgen als neuer Vorsitzender mit herzlichen Worten für das Vertrauen, und versprach, die Zusammenarbeit im bisherigen guten Sinn fortführen zu wollen.

Es folgten weiter die in der Beiratssitzung angesprochenen Punkte: Vorverlegung der Hauptsitzung auf den jeweiligen Samstag; Bentheim als Ziel 1971 mit einem Referat von Vetter Jürgen über die gerade dort aktuelle Waldwirtschaft; die verschiedenen Änderungen in den Satzungen, Amtsperiode, Aufnahme von außerordentlichen Mitgliedern nur mit gemeinsamer Zustimmung von Vorstand und Beirat (im vorhinein wurde berichtet, daß als neue a.o. Mitglieder mit ihren Frauen aufgenommen worden seien: Herbert Veltmann, Kanada; Achim Dohany, Hamburg; Alf von Krusenstiern, New York); die zweijährige Amtsperiode des Vorstandes endet jeweils im Anschluß an die Familientagungen; nur Namensträger sollen Vorstandsmitglieder sein; der Beirat soll auch ausdrücklich in den Satzungen verankert werden; der längst fällige Neudruck der Satzungen soll mit diesen Änderungen von der Schriftführerin vorbereitet werden, wenn sich unter den Abstimmberechtigten kein Widerspruch erhebt; alsdann Veröffentlichung im N.-Bl. unter Mehrdruck von freien Exemplaren. (Der Entwurf der abgeänderten Satzung wird Vorstand und Beirat zugestellt)

Der Vorschlag "Beitragsfreiheit für bestimmte ältere Mitglieder" - der nicht in der Tagesordnung enthalten war - sollte noch näher präzisiert werden, wenn alle Mitglieder stillschweigend oder schriftlich zustimmen -, gedacht ist daran, Mitglieder vom 75. Lebensjahr an, wenn sie es wünschen, für sich selbst von der Beitragszahlung zu befreien. Einmütig beschloß die Versammlung als erstes, Cousine Ilse Veltman vom Beitrag zu befreien und sie zum nächsten Tag nicht nur aufzufordern, sondern einzuladen, zumal sie im kommenden Jahre ihr 80. Lebensjahr feiert.

Auf Wunsch der verstorbenen Cousine Agnes Müller-Brockhusen, die auch verschiedene Familienpapiere und Bilder dem Archiv vermacht hatte, soll ihr Wappenring in der weiblichen Familie zu ihrem Andenken weitergetragen werden. Von den beiden Vorschlägen des Beirats wurde der Antrag gebilligt: ?bergabe des Ringes an die Cousine Marie-Luise - die Frau von Vetter Henning - bis deren Tochter Friederike den Ring bei ihrer Konfirmation erhält.

Die Anregung von Vetter Georg, es möge in den einzelnen Familien, sei es testamentarisch, sei es durch Abmachungen, ausdrücklich bestimmt werden, daß wertvolle Erbstücke der Familie - wie Originalurkunden, Gemälde, Erbbecher und dergl. - nicht durch die Ausheirat von Töchtern in andere Familien abwandern, sondern durch Weitergabe in den namenstragenden Nachkommen oder gar im Familien-Archiv erhalten bleiben, wurde ausdrücklich gebilligt und soll mit den Auszügen aus den Protokollen im N.-Bl. publiziert werden. Wir erleben leider immer wieder, daß wertvolle Dinge in den Familien ohne bösen Willen verloren gehen.

Für die Neuerstellung der Familiengeschichte von Bruchhausen bedauert als Beauftragter Vetter Franz von Br. den bisher ungenügenden Zugang von neuem Material, was die Dokumentation behindere. Mit dem Beirat und unter Zustimmung der Versammlung regt er an, die bereits begonnene Bildersammlung Brochhausen verstärkt fortzuführen. Vetter Jürgen sagt gerne zu, wie bereits bei der Geschichte Brockhusen, im gegebenen Zeitpunkt zur Publikation zur Verfü-gung zu stehen. Cousine Ursula und Vetter Hans-Joachim erklären sich spontan bereit, Vetter Franz bei den Vorarbeiten zu helfen.

?ber die Genealogie und Gesamtfamilienfragen kam es zu kurzen Diskussionen: Vetter Georg erklärte, daß es ihm wahrscheinlich in nächster Zeit gelingen werde, wertvolles Urkundenmaterial, welches die Stammgüter in Pommern beträfe, in Osnabrück einzusehen und evtl. Photokopien zu erhalten. Vetter Franz erneuerte nochmals seine Bitte, weiterhin Briefe und Berichte von für die Historie und das jetzige Leben wertvollen Ereignissen zu sammeln und ihm zu senden, damit er bis 1971 einen Probeband zusammenstellen könne. Die Frage nach dem Besitz der Stovern-Bilder (Familie Engelen?) und bestimmter Originaldokumente aus dem Besitz des verst. Vetter August von Br. bleibt weiterhin ungeklärt.

Abschließend wurde nach den Vorschlägen der Vettern Jürgen und Hans-Heinrich die Ehrung des ausscheidenden langjährigen 1. Vorsitzenden beschlossen. Ihm wurde in Anerkennung seiner besonderen Verdienste in über 40jähriger Arbeit um die Familienzusammenführung und den Zusammenhalt der Ehrenvorsitz angetragen, der auch Sitz und Stimme im Vorstand in sich schließt. Dem jeweiligen Ehrenvorsitzenden soll außerdem durch Beschluß der Versammlung eine nun gestiftete goldene Ehrenanstecknadel - Schlipsnadel mit dem goldenen Familienwappen, überfaßt durch die Haken eines von Vetter Jürgen in Mittelfelde erlegten Fuchses - erhalten, die immer der Ehrenvorsitzende in Ehren tragen möge. Die Nadel war bereits erstellt und soll nun erstmals überreicht werden.

Dem bei dieser Entschließung abwesenden alten Vorsitzenden wurde von den beiden jetzigen Vorsitzenden unter großem Beifall die neue Würde mitgeteilt und ihm die Nadel überreicht, von der er sichtlich überrascht war. Vetter Georg betonte in freier Rede seinen Dank und das beglückende Empfinden der innerhalb der Familien wiedergewachsenen Zusammengehörigkeit. Er zitierte ein Wort von Gottfried Keller über die Freiheit zur Freundschaft und der für Junge wie Alte recht verstandenen Tradition. Kurz ging Vetter Georg auch auf die Geschichte der Gesamtfamilie und auf sein Lieblingskind, das Nachrichtenblatt, ein. Er hoffe, daß es ihm gelingen möge, den Inhalt so zu bereichern, daß es eine wirkliche Verbindung zwischen allen Freunden sein möge. Zum Abschluß ?berreichte er als sein persönliches Andenken jedem Anwesenden ein von ihm wiederhergestelltes Exemplar der Nummer 1 des Nachrichtenblattes, zugleich in Erinnerung an das 25jährige Bestehen dieser für die Familie so wertvollen Einrichtung. Der alte Vorsitzende verabschiedete sich mit allen guten Wünschen für den neuen Vorstand und hatte auch noch Marie-Luise, der Frau von Vetter Henning, des Organisators von Öhringen, als äußeres Zeichen aller Beteiligten für den Dank, den sie beiden für die Ausrichtung schuldeten, einen großen Blumenstrauß überreicht.

Nach der schnell und reibungslos abgelaufenen Sitzung kam alsdann Vetter Franz von Br. mit seinem Vortrag über die Regulation im menschlichen Körper - Computer - zu Wort. Der Vortrag fand Dank und größtes Interesse.

Wir waren dabei

v. Brockhusen

Hans-Heinrich

Vera

Hans Joachim

Marie-Luise

Heidi v. Mutius

Ludwig

Boris

Lotte Pankoke

Willi Pankoke

Maria Lehner

v. Brockhausen

Jürgen

Ingrid

v. Bruchhausen

Georg

Elisabeth D.

Ernst D.

Clemens

Eva

Sylvia

Alix

Edda

Jobst

Marianne

Bärbel

Franz

Gisela

Henning

Marie-Luise

Friederike

Thilo

Christiane

Ilse Veltman